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Fintech-Report: Neobanken kämpfen um die Profitabilität

28.06.2026, 07:50 Uhr Laura SimonVon Laura Simon Quelle: Redaktion Lesedauer: ca. 2 Min.
Fintech-Report: Neobanken kämpfen um die Profitabilität
Wachstum war gestern, Rendite ist heute: Neobanken im Profitabilitätstest. (Symbolbild)

Jahrelang galt im Fintech-Sektor Wachstum als wichtigste Kennzahl. 2026 hat sich der Fokus endgültig verschoben: Investoren fragen zuerst nach dem Weg zur Profitabilität. Für viele Neobanken bedeutet das einen Strategiewechsel – weg vom kostenlosen Girokonto als Lockangebot, hin zu Premium-Abos, Krediten und Anlageprodukten.

Die Zahlen zeigen ein geteiltes Bild: Während einzelne Anbieter erstmals schwarze Zahlen schreiben, kämpfen kleinere Player mit steigenden Regulierungskosten und teurem Marketing. Konsolidierung gilt in der Branche als ausgemacht – erste Übernahmegespräche laufen bereits.

Chancen für Nischenanbieter

Beobachter sehen dennoch Raum für Neugründungen – allerdings in Nischen: Banking für Selbstständige, Tools für internationale Freelancer oder spezialisierte Firmenkonten für E-Commerce-Unternehmer. Wer eine klar umrissene Zielgruppe besser bedient als die Großen, kann auch in einem konsolidierenden Markt wachsen.

Häufige Fragen

Warum kämpfen Neobanken mit der Profitabilität?

Ihr Wachstumsmodell war auf günstige Kundengewinnung ausgelegt, nicht auf Ertrag pro Kunde: Kostenlose Konten bringen Nutzer, aber wenig Marge — profitabel wird, wer Premium-Abos, Kredite und Zinsgeschäft monetarisiert.

Sind Neobanken sicher?

Lizenzierte Anbieter unterliegen der gleichen Einlagensicherung wie klassische Banken (in der EU bis 100.000 Euro). Prüfen sollte man, ob das Institut eine Vollbanklizenz hat oder nur als Zahlungsdienstleister agiert.

Lohnt sich der Wechsel zur Neobank?

Für digitale Alltagsnutzung häufig ja: niedrige Gebühren, gute Apps, schnelle Prozesse. Wer Filialberatung, komplexe Finanzierungen oder Bargeldservices braucht, fährt hybrid besser.

Laura Simon
Laura Simon · Redakteurin · Finanzen & Karriere
Laura Simon schreibt bei DeutschesStartup über Finanzen, Karriere und die Frage, wie Arbeit sich verändert. Nach dem Wirtschaftsstudium ging sie zuerst in eine Unternehmensberatung — und dann zum Journalismus, weil ihr die Fragen dort besser gefielen als die Antworten davor. Zum Profil →

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